(Deutsch) Mapping the Everyday: Neighbourhood Claims for the Future
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WIE WIR ARBEITEN, Elke Krasny
AUSSTELLUNGSBETEILIGUNG IM < ROTOR >
With contributions by: Marianna Asatrjan, Mikael Asatrjan, Cactus, Paola di Bello, Joseph Dim, Aslan Esiev, Marlene Hausegger, Helsinki Viertelradio, Franziska Hederer, Michael Hieslmair / Michael Zinganel, Claudia Holzer, ILA, Christian Kasper / Josef Wurm / Georg Dinstl, Elke Krasny, Damian & Delaine Le Bas, Nana Mandl, Maryam Mohammadi, Norbert Prettenthaler, Nicole Pruckermayr, raus aus der box, Tere Recarens / Daniela Paes Leão, resanita, eva helene stern***, Stefan Schmitzer / Verena Michelitsch / Karin Lernbeiß, Edda Strobl, Škart, Bruno Toya – and many, many people who have taken part in workshops and participatory projects
Eröffnung: Samstag, 25. September 2010, 18 Uhr
im Rahmen des steirischen herbst 2010
Ausstellungsdauer: 26. September – 20. November 2010
Öffnungszeiten: MO–FR 10.00–18.00, SA 12.00–16.00
Im steirischen herbst auch sonntags 12.00 – 16.00
An Feiertagen geschlossen
Dialogführungen durch die Ausstellung und Entdeckungstouren durchs Viertel für Schulklassen und andere Gruppen nach Voranmeldung: rotor@mur.at, 0316/ 688306
In the exhibition all the works that were produced in the frame of workshops and participatory projects in spring and summer 2010 are on display. Exhibition venues are < rotor > and several locations in the Annenviertel area.
The city belongs to everyone, but who actually develops it? In the Annen district of Graz, a vibrant, very international part of the city, a wide variety of different forms of coexistence are being pragmatically tested every day, with resourcefulness and a gift for improvisation. The long-term “Annenviertel!” project uses a wide array of artistic and cultural strategies to demonstrate how this urban space, in which contrasting worlds are just a few steps away from each other, can be shaped and the voice of those who live here can be amplified.
For all the questions and problems facing this area, the challenge for those involved in the project is clear: to join forces to build a future in which transcultural coexistence has become normal and in which changes in the urban landscape as a result of immigration are not perceived as a threat. For the city is not – as some people would have us believe – conflict and fear, but above all an opportunity.

Freitag, 23. Juli 2010, ab 21.00 Uhr an der Bushaltestelle Hörnum-Steintal (nahe der Kunsthalle, Berliner Ring 9, 25997 Hörnum/Sylt)
Die Reihe „Boomtown Hoernum“ beginnt an bedeutender Stelle, an einer der zentralen Kleinarchitekturen des Insellebens: An der jüngst grunderneuerten Bushaltestelle Hörnum-Steintal regt Elke Krasny (Wien) zu einem Gespräch über Phänomene der „Syltisierung“ an, und Christoph Rauch (Hamburg) installiert zum Sonnenuntergang seine Arbeit „oder hier“. Ebenso werden weitere Aktionen bekannt gegeben, die über das gesamte Wochenende stattfinden werden.
„Boomtown Hoernum“ ist eine Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit Josef Sünder.
Foto: Alexander Ach Schuh
Freitag, 23. Juli 2010, 15.00 bis 18.00 Uhr
in der Kunsthalle Hörnum, Berliner Ring 9, 25997 Hörnum/Sylt:
Last Name
Eine Arbeit von Plan b
Elke Krasny & Cynthia Schwertsik
Fotografien und Texte
Frauen im öffentlichen Raum / Frauen ohne Raum im öffentlichen Raum / Öffentlicher Raum ohne Frauen / Frauen in der kollektiven Erinnerung / Kollektive Erinnerung und weibliche Geschichten

Bewegt man sich lesend und schauend durch die Stadt, so sind es die Namen von Männern die Straßen und Plätzen ihren Namen geben, nach wie vor – im großen und ganzen – die Zeichen, Denkmäler und Spuren einer männlich hegemonialen Geschichtsschreibung und Erinnerungskultur, die den offiziellen öffentlichen Raum prägen. Auf den zweiten Blick jedoch, wenn man die Augen dafür schärft und gezielt sein Augenmerk darauf richtet, dann sind sie schon präsent im öffentlichen Raum, die weiblichen Namen. Als Vornamen sind sie als Geschäftsschilder, als Namen von Geschäften über den ganzen Raum der Stadt verteilt, ob Doris Moden oder Erikas Fußpflege, ob Viktorias Café oder Hermis Weinstube … Frauennamen, Frauenvornamen tauchen auf, durchziehen die Straßen, nehmen sich ihren Platz in der Öffentlichkeit und erzählen eine andere Geschichte des öffentlichen Raums. Hier setzt das Projekt “Last Name” an. Nicht mit einem Nachnamen (dem Namen des Vaters oder dem Namen eines Ehemanns) setzen Frauen auf ökonomische Präsenz im öffentlichen Raum, sondern mit ihrem Vornamen. Um im Namen dieser Namen Geschichten und Anekdoten zu erzählen, um eine (fingierte) weibliche Erinnerungstradition in Gang zu setzen, ins Zentrum zu rücken, darum geht es im Projekt “Last Name”. Hier werden Erinnerungen geschaffen, Spuren aufgezeichnet und festgehalten, Erinnerungsspuren gelegt, ehe es zu spät ist. Ehe diese oft kleinen und höchst unterschiedlichen Geschäftslokale und Einrichtungen größeren Zusammenhängen weichen müssen, unter dem Druck der Marken, Serien und Labels anderen Einkaufs- und Konsumgewohnheiten weichen.
„Last Name“ ist eine namentliche Assoziationskette, die Frauenvornamen setzen Geschichte(n) in Gang: wie könnte das Leben von Doris oder Erika, Viktoria oder Hermi verlaufen sein, für welche wilden, abenteuerlichen, skurrilen, von der Norm abweichenden oder “ganz gewöhnlichen” Frauenbiografien stehen diese Vornamen ein, was für ein Leben verbirgt sich hinter diesen lapidaren Kürzeln ohne Nachnamen? Diese Frauenvornamen werden zum Sprechen gebracht, zu Leben erweckt und in einem anderen Kontext veröffentlicht. Fotografen und Texte fangen die Namen ein, in den Aufnahmen taucht der öffentliche Raum der Stadt auf, in den Texten die mögliche gelebte weibliche Geschichte als Geschichte des privaten Raums, die den öffentlichen streift, berührt, mitbestimmt und mitgestaltet.